Orthomolekulare Ernährung in der Tierheilpraxis – Mikronährstoffe als Schlüssel zur Tiergesundheit
Immer mehr Tierhalter suchen nach natürlichen Wegen, um die Gesundheit ihrer Tiere zu fördern – über die reine Schulmedizin hinaus. In der Ernährungsberatung spielt die orthomolekulare Ernährung eine wichtige Rolle. Doch was verbirgt sich hinter diesem Begriff, und wie kann sie deinem Tier helfen?
Was bedeutet orthomolekulare Ernährung?
Der Begriff „orthomolekular“ wurde vom zweifachen Nobelpreisträger Linus Pauling geprägt und bedeutet übersetzt so viel wie „die richtigen Moleküle in der richtigen Menge“. Im Zentrum stehen hierbei Mikronährstoffe – also Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren, Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe –, die gezielt zur Unterstützung der Gesundheit eingesetzt werden.
Ziel der orthomolekularen Therapie ist es, Mängel auszugleichen, das Immunsystem zu stärken und die körpereigene Regulation zu unterstützen – auf ganz natürliche Weise.
Warum ist das auch bei Tieren so wichtig?
Viele Tiere – vor allem Hunde und Katzen – zeigen heute sogenannte „Zivilisationskrankheiten“: Allergien, chronische Entzündungen, Verdauungsprobleme oder Hauterkrankungen nehmen zu. In vielen Fällen sind unausgewogene Ernährung, minderwertige Futtermittel oder belastende Umweltfaktoren die Ursache oder zumindest ein Verstärker.
Hier setzt die orthomolekulare Ernährung an:
- Sie unterstützt gezielt Organfunktionen, wie z. B. Leber, Nieren oder Haut.
- Sie kann bei chronischen Erkrankungen therapiebegleitend eingesetzt werden.
- Sie hilft beim Aufbau der Darmflora – dem Zentrum des Immunsystems.
- Sie fördert Vitalität, Fellqualität und Regeneration.
Mikronährstoffe gezielt einsetzen:
Beispiel aus der Praxis: Ein älterer Hund mit Arthrose profitiert von einer gezielten Ergänzung mit Omega-3-Fettsäuren, MSM und Vitamin E – Mikronährstoffe, die entzündungshemmend wirken und den Gelenkstoffwechsel unterstützen.
Oder eine Katze mit chronischer Gastritis, der durch die Ergänzung von L-Glutamin, B-Vitaminen und probiotischen Stoffen geholfen werden kann, die Magenschleimhaut zu regenerieren und das Verdauungssystem zu stabilisieren.
Wichtig: Kein „Gießkannenprinzip“!
Die orthomolekulare Ernährung ist keine pauschale Ergänzung, sondern basiert auf einer individuellen Bedarfsanalyse. In meiner Praxis arbeite ich deshalb mit ausführlichen Anamnesen, Laborwerten und einer genauen Betrachtung der Lebensumstände deines Tieres.
Nur so kann eine gezielte, sichere und wirksame Ergänzung erfolgen – abgestimmt auf das, was dein Tier wirklich braucht.
Fazit
Die orthomolekulare Ernährung ist eine sanfte, aber sehr wirkungsvolle Möglichkeit, die Gesundheit unserer Tiere nachhaltig zu fördern. Sie ergänzt klassische Methoden sinnvoll und richtet sich nach den natürlichen Bedürfnissen des tierischen Organismus.
Wenn du unsicher bist, wie du die orthomolekulare Ernährung individuell für deinen Hund gestalten kannst, unterstütze ich dich gerne mit persönlicher Ernährungsberatung







