Reisbrei (Congee) für Hunde

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Reisbrei (Congee) für Hunde: Sanfte Hilfe bei Magen-Darm-Problemen

Hundeeltern kennen den klassischen Rat: „Gib ihm bei Durchfall einfach ein bisschen Reis und Hühnchen.“ Doch was viele nicht wissen: Normal gekochter Reis kann den ohnehin gereizten Körper zusätzlich belasten, da er entwässernd wirkt. Die Lösung aus der Naturheilkunde (TCM) heißt Congee.

Was ist Congee eigentlich?

Congee ist ein traditioneller asiatischer Reisbrei, der durch extrem langes Kochen mit viel Wasser entsteht. Für unsere Hunde ist er besonders bei Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall oder Erbrechen geeignet. Durch die lange Kochzeit verändert sich die Struktur des Reises: Er wird zu einer sanften „Heilsuppe“, die den Magen nicht belastet, sondern aktiv bei der Regeneration unterstützt.

Warum ist Congee besser als normaler Reis?

  • Vorverdaut durch Zeit: Die lange Kochzeit spaltet die Kohlenhydrate so weit auf, dass der Darm keine Energie mehr für die Verdauung aufwenden muss. Er bekommt die Nährstoffe quasi „serviert“.
  • Flüssigkeitszufuhr: Während normaler Reis dem Körper Wasser entzieht, spendet Congee durch den hohen Wasseranteil wertvolle Feuchtigkeit – essenziell bei Flüssigkeitsverlust durch Durchfall.
  • Schleimhaut-Schutz: Die cremige, schleimige Konsistenz legt sich wie ein schützender Verband über die entzündete Magen- und Darmschleimhaut und lindert Irritationen.

Das Rezept: So bereitest du den Heil-Reisbrei zu

Die Zubereitung braucht Zeit, ist aber denkbar einfach.

Zutaten:

  • 50 g Rundkornreis (z. B. Bio-Milchreis oder Risottoreis).
  • 500 ml – 600 ml Wasser (das Verhältnis sollte etwa 1:10 sein).

Zubereitung:

  1. Säubern: Den Reis kurz abspülen, um Staub oder Verunreinigungen zu entfernen.
  2. Aufkochen: Reis mit dem Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen.
  3. Köcheln: Die Hitze auf die kleinste Stufe reduzieren. Den Reis bei geschlossenem Deckel mindestens 2 bis 4 Stunden köcheln lassen, bis die Reiskörner komplett zerfallen und eine cremige, breiige Konsistenz entstanden ist. Gelegentlich umrühren, damit nichts ansetzt.
  4. Servieren: Den Brei vollständig abkühlen lassen und zimmerwarm portionsweise füttern.

Profi-Tipp: Wenn dein Hund den Brei pur verschmäht, kannst du eine Prise Salz oder etwas selbstgekochte, ungewürzte Fleischbrühe hinzufügen, um die Akzeptanz zu erhöhen.

Dosierung & wichtige Hinweise

  • Dosierung: Als Faustregel gelten 1-2 Esslöffel pro 5 kg Körpergewicht täglich, verteilt auf mehrere kleine Mahlzeiten.
  • Dauer: Congee sollte maximal 2-3 Tage als reine Schonkost gegeben werden. Danach solltest du langsam wieder das gewohnte Futter untermischen (Ausschleichen).
  • Lagerung: Du kannst den Brei auf Vorrat kochen. Im Kühlschrank hält er sich 2-3 Tage. Vor dem Füttern aber unbedingt wieder auf Zimmertemperatur bringen!

Fazit:

Congee ist für mich die perfekte Schonkost-Basis. Es gibt dem Hund Kraft zurück, ohne das System zu fordern. In Kombination mit der Moroschen Karottensuppe hast du ein unschlagbares Team für die Genesung deines Vierbeiners.

FAQ – Häufige Fragen zum Reisbrei für Hunde

Darf ich Milchreis nehmen?

Ja, Rundkornreis bzw. Milchreis eignet sich besonders gut, da er viel Stärke abgibt und schön cremig wird. Wichtig ist nur: Nur mit Wasser kochen, niemals mit Milch!

Kann ich den Reis auch kürzer kochen?

Nein, der therapeutische Effekt des Congees entsteht tatsächlich erst durch die lange Kochzeit (TCM-Prinzip). Erst dann ist er so bekömmlich, dass er den Darm entlastet.

Hilft Congee auch bei Erbrechen?

Ja, da der Brei sehr reizarm ist, wird er oft auch bei leichtem Erbrechen gut vertragen. Bei anhaltendem Erbrechen sollte jedoch immer ein Fachmann draufschauen.

Hast du Fragen zur Fütterung im Krankheitsfall oder benötigt dein Hund eine individuelle Ernährungsberatung?

Ich unterstütze dich gerne dabei, die Mitte deines Hundes wieder zu stärken. Schreib mir einfach oder vereinbare einen Termin!

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