Die Bedeutung der Leber

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Die Bedeutung der Leber in der ganzheitlichen Tierheilkunde

Die Leber ist eines der wichtigsten Entgiftungsorgane im Körper des Hundes – und dennoch wird sie oft übersehen, bis sie nicht mehr richtig funktioniert. In der ganzheitlichen Tierheilkunde spielt sie eine zentrale Rolle für die Gesundheit des gesamten Organismus.

1. Die Leber – ein Multitalent

  • Aufgaben: Entgiftung, Stoffwechsel, Hormonregulation, Bildung von Gerinnungsfaktoren
  • Stille Helferin: Symptome treten oft spät auf
  • Enge Verbindung zu Haut, Immunsystem und Psyche

2. Ursachen für Leberbelastung beim Hund

  • Umweltgifte (z. B. Pestizide), Medikamente und stoffwechselbelastende Maßnahmen (z. B. Impfstoffe)
  • Zusatzstoffe im Futter (Konservierungsmittel, Farbstoffe)
  • Übergewicht und Bewegungsmangel
  • Stress & seelische Belastung

3. Symptome einer Leberproblematik

  • Juckreiz, Hautprobleme
  • Mattigkeit, Appetitlosigkeit
  • Aggressivität oder Ängstlichkeit
  • Erbrechen, Durchfall, heller oder entfärbter Kot

4. Diagnostik – Schulmedizin trifft Naturheilkunde

  • Blutuntersuchung (Leberwerte), Ultraschall
  • Anamnese inkl. Futteranalyse (bei Tierheilpraktikern)
  • Verhalten & äußere Anzeichen beobachten

5. Ganzheitliche Unterstützung der Leber

  • Ernährung: Leberfreundliche Diät (dazu weiter unten mehr…)
  • Phytotherapie: Mariendistel, Löwenzahn, Artischocke
  • Homöopathie: z. B. Nux vomica, Lycopodium (indikationsabhängig)
  • Entgiftungskuren (z. B. Frühjahr und Herbst)

6. Prävention & Pflege im Alltag

  • Regelmäßige Leberunterstützung durch Kräuter oder Nahrungsergänzung
  • Hochwertige Ernährung
  • Impfungen und Medikamente kritisch abwägen
  • Bewegung, Freude & Stressabbau

Fazit

In der Naturheilkunde gilt: Eine gesunde Leber ist die Basis für einen gesunden Hund. Wer das Organ frühzeitig stärkt, kann vielen chronischen Beschwerden vorbeugen – sanft, wirksam und ganzheitlich.

Leberfreundliche Ernährung für Hunde:

Weniger Fett, hochwertige Proteine – aber immer individuell abgestimmt

Die Leber ist eines der zentralen Organe im Körper deines Hundes – sie entgiftet, speichert Nährstoffe und unterstützt den Stoffwechsel. Bei Lebererkrankungen ist eine angepasste Ernährung entscheidend, um die Leber zu entlasten und ihre Regeneration zu fördern. Doch es gibt nicht die eine „Leberdiät“ – die richtige Fütterung hängt stark vom jeweiligen Krankheitsbild ab.

Warum die Ernährung bei Lebererkrankungen so wichtig ist

Bei Lebererkrankungen ist die Fähigkeit der Leber, Abfallprodukte wie Ammoniak abzubauen, eingeschränkt. Ein Übermaß an Ammoniak im Blut kann zu einer sogenannten hepatischen Enzephalopathie führen, die neurologische Symptome wie Verwirrtheit oder Krampfanfälle verursacht. Eine angepasste Ernährung kann helfen, die Belastung der Leber zu reduzieren und die Symptome zu lindern.

Weniger Fett, hochwertige Proteine – aber individuell angepasst

Die Menge und Art der Proteine sowie der Fettgehalt sollten je nach Stadium und Art der Lebererkrankung variieren.

  • Akute Lebererkrankungen: In der akuten Phase kann es sinnvoll sein, den Hund vorübergehend mit leicht verdaulicher Schonkost, ggf. vorübergehend püriert oder flüssig
    zu ernähren, insbesondere wenn er Fieber hat oder eine erhöhte Körpertemperatur aufweist. Hierbei ist eine enge Absprache mit dem Tierarzt erforderlich.
  • Chronische Lebererkrankungen: Bei chronischen Erkrankungen liegt der Proteingehalt häufig bei etwa 15–18 % in der Gesamtration (Trockenmasse). Dabei sind hochwertige, leicht verdauliche Eiweiße wie Huhn, Pute, fettarmer Fisch, Hüttenkäse, Quark oder Eier besonders geeignet. Schwer verdauliche Proteine wie Innereien oder bindegewebsreiche Fleischstücke sollten vermieden werden, da sie die Leber zusätzlich belasten können.
  • Fettgehalt: Der Fettgehalt sollte immer individuell an das jeweilige Lebererkrankungsbild angepasst werden.
    Bei leichteren Lebererkrankungen kann ein Fettgehalt von etwa 8–12 % in der Gesamtration (bezogen auf die Trockenmasse) geeignet sein.
    Bei schwereren Lebererkrankungen (z. B. Hepatitis, Cholestase, Leberinsuffizienz) wird häufig ein deutlich reduzierter Fettgehalt von ca. 3–5 % in der Gesamtration (TM) empfohlen.
    Entscheidend ist dabei nicht nur die Fettmenge, sondern vor allem die Fettqualität: Hochwertige Fettsäuren wie Omega-3 (EPA/DHA) können entzündungshemmend wirken und die Leberfunktion unterstützen.(Diese Werte sind Richtwerte und ersetzen keine individuelle Rationsberechnung).

Gemüse und Kohlenhydrate: Wichtige Bestandteile der Leberdiät

Neben der Anpassung von Proteinen und Fetten spielen auch Gemüse und Kohlenhydrate eine zentrale Rolle:

  • Gemüse: Gut verträgliche Gemüsesorten wie Zucchini, Kürbis, Karotten, Gurke oder Fenchel liefern Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe und entlasten die Verdauung. Stark oxalsäurehaltige oder sehr blähende Gemüsesorten sollten bei Lebererkrankungen eher gemieden werden.
    Rote Beete (in kleinen Mengen) liefert sekundäre Pflanzenstoffe und Betain, die den Leberstoffwechsel unterstützen können.
  • Kohlenhydrate: Leicht verdauliche Kohlenhydrate wie Reis, Kartoffeln oder Haferflocken dienen als Energiequelle und helfen, den Proteingehalt zu reduzieren. Sie sind besonders wichtig, um den Energiebedarf zu decken, ohne die Leber zu überlasten.

Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung der Leber

Zusätzlich zur angepassten Ernährung können bestimmte Nahrungsergänzungsmittel die Leberfunktion unterstützen:

  • Mariendistel: Fördert die Regeneration der Leberzellen und schützt vor weiteren Schäden.
  • Vitamin C und E: Wirken antioxidativ und schützen die Leber vor freien Radikalen.
  • Zink: Unterstützt die Leberfunktion und hilft bei der Entgiftung.

Die Dosierung und Auswahl der Ergänzungsmittel sollte in Absprache mit einem Tierheilpraktiker oder dem Tierarzt erfolgen.

Fazit: Keine Einheitslösung – individuelle Beratung ist entscheidend

Die Ernährung bei Lebererkrankungen ist komplex und sollte stets individuell angepasst werden. Es gibt nicht „die eine“ Leberdiät – entscheidend ist, die Fütterung auf die spezifische Erkrankung, das Stadium der Krankheit und die Bedürfnisse deines Hundes abzustimmen. Eine enge Zusammenarbeit mit deinem Tierarzt oder einem spezialisierten Ernährungsberater ist daher unerlässlich, um die bestmögliche Unterstützung für die Lebergesundheit deines Hundes zu gewährleisten.

Hinweis:
Bei Lebererkrankungen gibt es keine pauschalen Fütterungsempfehlungen – die Ernährung sollte immer individuell an das jeweilige Krankheitsbild angepasst werden.

Wenn du dir dabei Unterstützung wünschst, findest du hier Informationen zur Ernährungsberatung für erkrankte Hunde:

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