Wertvolle Omega-3-Quellen für Tiere

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Omega-3 für Tiere: Die Bedeutung von Fischöl, Algenöl und Krillöl für die Gesundheit

Fette spielen eine zentrale Rolle in der Ernährung von Tieren. Besonders die sogenannten Omega-3-Fettsäuren sind essenziell – das heißt, sie können vom Körper nicht selbst hergestellt werden und müssen über die Nahrung zugeführt werden. Zwei besonders wirksame Formen dieser Fettsäuren sind EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure). Diese kommen in nennenswerter Menge fast ausschließlich in Wildfischöl und Algenöl vor – und bieten enorme Vorteile für die Tiergesundheit.

Warum sind Omega-3-Fettsäuren so wichtig?

Omega-3-Fettsäuren sind an zahlreichen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt. Besonders EPA und DHA übernehmen zentrale Funktionen bei der Entwicklung und Erhaltung von Gehirnleistung, Immunsystem, Herz-Kreislauf-Regulation, Nervenfunktion, Blutgerinnung und der Produktion entzündungshemmender Substanzen. Sie wirken sich außerdem positiv auf eine Vielzahl von Gesundheitsbereichen aus – darunter Gelenke (z. B. bei Arthritis), Haut, Leber, Darm, Niere und Zahnfleisch.

Während Omega-6-Fettsäuren – die häufig im Übermaß über das Futter aufgenommen werden – entzündungsfördernd wirken können, wirken Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmend. Entscheidend ist daher das richtige Verhältnis: Bei Hunden sollte es etwa 5:1 (Omega-6 zu Omega-3) betragen.

Tatsächlich sieht es so aus, dass in vielen kommerziellen Hundefuttern – insbesondere im Trockenfutter – das Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren deutlich unausgewogen ist. Häufig liegt es bei etwa 20:1, manchmal sogar bei 30:1 oder noch höher. Der Hauptgrund dafür ist der hohe Anteil an pflanzlichen Ölen wie Sonnenblumen-, Mais- oder Sojaöl, die reich an Omega-6-Fettsäuren sind, während gleichzeitig nur wenig oder gar kein Fischöl – eine wichtige Quelle für Omega-3-Fettsäuren – enthalten ist. Dieses unausgeglichene Fettsäureverhältnis kann langfristig gesundheitliche Folgen haben, da ein Überschuss an Omega-6 entzündliche Prozesse im Körper begünstigt.

  • Ein Mangel an Omega-3 zeigt sich bei Hunden häufig in Form von stumpfem Fell, Juckreiz, Hautreizungen oder einem schwachen Immunsystem. Für eine ausgewogene Ernährung und zur Vorbeugung gesundheitlicher Probleme ist die tägliche Ergänzung mit einem hochwertigen Omega-3-Öl daher sehr empfehlenswert.

Warum nicht einfach Pflanzenöle?

Viele pflanzliche Öle – etwa Leinöl, Rapsöl oder Chiaöl – enthalten zwar auch Omega-3-Fettsäuren, allerdings fast ausschließlich in Form von ALA (Alpha-Linolensäure). Diese Form muss im Körper erst aufwendig in EPA und DHA umgewandelt werden – und das funktioniert bei den meisten Tieren (wie auch beim Menschen) nur sehr ineffizient. Oft werden weniger als 5 % des aufgenommenen ALA tatsächlich in die wirksamen Formen EPA und DHA umgewandelt. Deshalb sind pflanzliche Omega-3-Quellen zwar ein guter Anfang, reichen aber bei gezielten gesundheitlichen Bedürfnissen oft nicht aus.

Fischöl, Algenöl und Krillöl enthalten dagegen direkt verwertbare Mengen an EPA und DHA. Dadurch entfalten sie ihre Wirkung schneller und zuverlässiger – ein entscheidender Vorteil, insbesondere bei gesundheitlichen Problemen oder erhöhtem Bedarf.

Algenöl – Die pflanzliche Alternative zum Fischöl

Während Fischöl aus fettreichen Kaltwasserfischen gewonnen wird, stammt Algenöl aus Mikroalgen – der ursprünglichen Quelle von Omega-3-Fettsäuren in der Nahrungskette. Fische reichern EPA und DHA nur deshalb an, weil sie diese Algen fressen. Algenöl bietet also denselben Nutzen, ohne den Umweg über den Fisch.

Algenöl ist rein pflanzlich, nachhaltig, frei von Schadstoffen wie Schwermetallen oder Mikroplastik und daher besonders für empfindliche oder allergische Tiere eine ausgezeichnete Wahl. Es ist geschmacksneutraler als Fischöl und lässt sich gut ins Futter mischen.

Krillöl – Die besondere Omega-3-Quelle aus dem Meer

Krillöl wird aus kleinen Krebstieren, dem sogenannten Antarktischen Krill, gewonnen und stellt eine besonders hochwertige Quelle für Omega-3-Fettsäuren dar. Es zeichnet sich durch einige besondere Eigenschaften aus, die es von anderen Omega-3-Präparaten wie Fisch- oder Algenöl abheben. Ein wesentlicher Vorteil von Krillöl ist seine hohe Bioverfügbarkeit: Die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren liegen überwiegend in Phospholipid-Form vor, was bedeutet, dass sie vom Körper besonders gut aufgenommen und verwertet werden können – oft sogar besser als die Fettsäuren im klassischen Fischöl.

Ein weiterer Pluspunkt ist der hohe Gehalt an Astaxanthin, einem natürlichen, stark antioxidativ wirkenden Farbstoff, der das Öl stabil hält und zusätzlich die Zellen vor oxidativem Stress schützt. Diese antioxidative Wirkung macht Krillöl besonders interessant bei chronischen Entzündungen, Hautproblemen oder Gelenkerkrankungen. Auch in der Praxis zeigt sich, dass viele Tiere Krillöl geschmacklich besser akzeptieren als Fischöl, was die tägliche Gabe erleichtert.

Neben den vielen Vorteilen gibt es jedoch auch einige Einschränkungen. Krillöl ist im Vergleich zu Fischöl meist deutlich teurer und oft nur in geringeren Mengen erhältlich. Zudem ist die Frage der Nachhaltigkeit nicht zu vernachlässigen: Krill steht am Anfang der marinen Nahrungskette, und eine übermäßige Nutzung könnte langfristig das empfindliche Ökosystem der Antarktis stören. Deshalb sollte beim Kauf unbedingt auf eine nachhaltige, zertifizierte Herkunft geachtet werden, etwa mit dem MSC-Siegel. Für Tierhalter, die auf eine vegane oder vegetarische Ernährung ihrer Tiere achten, ist Krillöl aufgrund seiner tierischen Herkunft keine geeignete Option.

Die Wirkung von EPA und DHA bei Tieren

  1. Fell und Haut
    Tiere mit trockener, schuppiger Haut, Juckreiz oder stumpfem Fell profitieren häufig sichtbar. EPA lindert Entzündungen, DHA stärkt die Zellstruktur der Haut. Das Ergebnis: glänzenderes Fell und weniger Irritationen.
  2. Gelenke und Bewegungsapparat
    Besonders bei älteren Tieren oder bei Arthrose zeigen Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmende Effekte, was zu mehr Beweglichkeit und Lebensqualität führt.
  3. Herz und Kreislauf
    Sie stabilisieren die Herzfunktion, verbessern die Durchblutung und können Blutdruck und Blutfettwerte positiv beeinflussen.
  4. Immunsystem und Entzündungen
    Chronische Entzündungen – z. B. bei Allergien, Haut- oder Darmerkrankungen – können durch regelmäßige Gabe von EPA/DHA positiv beeinflusst werden.
  5. Gehirn und Verhalten
    DHA ist essenziell für das Nervensystem. Es unterstützt Konzentration, Gedächtnis und Verhalten – besonders relevant bei älteren Tieren mit kognitivem Abbau.

Vergleich: Fischöl, Algenöl und Krillöl für Tiere

  • Fischöl
    Hoher Gehalt an EPA und DHA, preislich attraktiv, aber Qualität und Verträglichkeit schwanken stark. Nicht für vegane/vegetarische Ernährung geeignet.
  • Algenöl
    Pflanzlich, nachhaltig, frei von Schadstoffen, gut verträglich und geschmacksneutral – ideal für Allergiker oder tierleidfreie Ernährung.
  • Krillöl
    Sehr hohe Bioverfügbarkeit, antioxidativer Zellschutz durch Astaxanthin, gute Akzeptanz – aber teuer und nur bei nachhaltiger Herkunft ökologisch vertretbar.

Anwendung und Dosierung

Die richtige Dosierung richtet sich nach Tierart, Gewicht und Gesundheitszustand. Hochwertige Produkte geben meist genaue Dosierempfehlungen auf dem Etikett.

Grundsätzlich gilt:

  • Kleine Tiere (z. B. Katzen, kleine Hunde): 100–300 mg EPA/DHA täglich
  • Mittlere bis große Hunde/Pferde: Bis zu mehreren Gramm täglich
  • Bei Erkrankungen: Rücksprache mit Tierarzt oder Tierheilpraktiker empfohlen

Wichtig: Auf frische, kaltgepresste Produkte achten. Der Zusatz von Vitamin E oder Astaxanthin schützt das Öl vor Oxidation.

Fazit: Omega-3 – ein echter Gesundheitsbooster für Tiere

Fischöl, Algenöl und Krillöl sind wertvolle Ergänzungen für die Tierernährung. Sie liefern die aktiven Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA – mit nachweislichem Nutzen für Haut, Herz, Gelenke, Immunsystem und Gehirn.

Während Fischöl oft preislich attraktiv ist, überzeugt Algenöl durch Nachhaltigkeit und gute Verträglichkeit. Krillöl bietet eine besonders hohe Bioverfügbarkeit und antioxidativen Zellschutz – ideal bei erhöhtem Bedarf, chronischen Beschwerden oder älteren Tieren.

Wer seinem Tier langfristig etwas Gutes tun will, sollte auf die Qualität des Omega-3-Produkts

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